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gibt es weitere Informationen dazu. Aber nicht nur die beengten Verhältnisse im Züricher Elefantenhaus sondern auch die Tatsache, dass wie in fast allen Zoos der Welt, dort einander fremde Tiere miteinander leben müssen, ist eine mögliche Ursachen für den Ausbruch der Krankheit.

Unter wilden Elefanten bleiben die weiblichen Nachkommen ein Leben lang in der Familie in der sie geboren wurden, männliche Tiere verlassen die Familien mit Eintritt der Geschlechtsreife, im Alter von 8 bis 15 Jahren. Als Aishus älteste Schwester Komali 1995 nach wiederholten Angriffen auf Pfleger eingeschläfert und ihre Schwester Panang einige Monate später an den Tierpark Hellabrunn in München abgegeben wurde, war das Umsetzen von weiblichen Nachzuchten in einen anderen Zoo weltweit noch gängige Praxis. Kurz darauf begannen zwei holländische Zoos, der Diergaarde Blijdorp Rotterdam und der Noorder Dierenpark in Emmen (heute Dierenpark Emmen) diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen. Hier sollten die ersten Elefantenfamilien wachsen. Das Leben der Elefantenkühe und ihrer Kälber in einem echten Familienverband kann zwar diese heimtückische Krankheit nicht immer verhindern, kann aber ihren Ausbruch und den meist tödlichen Ausgang seltener machen. 2001 sprach auch der Direktor des Züricher Zoos von den Vorteilen der Familie. Inzwischen wird dort eine weiträumige Elefantenanlage erichtet, in der die Familien von Ceyla Himali und Indi wachsen können. Es wäre schon, wenn dann auch Ceyla Himalis Tochter Panang aus München nach Zürich zurückkehren würde.Upali.ch


Seit dem als Tuli - Elefantenaffäre bezeichneten Kauf von 7 Jungelefanten durch die Zoos Basel und Dresden und dem Thüringer Zoopark Erfurt um die Jahreswende 1998/99 bei dem Tierhändler Ricardo Giazza in Südafrika, beschäftige ich mich als Laie mit dem Thema Elefantenhaltung in Zoos und Safariparks.

Nicht nur die Thüringer Zeitungen und der mdr brachten damals täglich Nachrichten und Meinungen zu diesem Thema. Immer schon abwechselnd kamen mal die Tierrechtsorganisationen und die beteiligten Zoos zu Wort. Man warf sich gegenseitig Tierquälerei und Strategien zur Förderung des Spendengeschäfts in der Weihnachtszeit vor. Was wirklich in Südafrika geschehen ist, war nicht so recht zu erfahren. Selbst als Mitglied des Vereins der Zooparkfreunde (Fördervereins des Thüringer Zooparks Erfurt) erfuhr man nichts näheres zu dieser Problematik.

Mehr durch Zufall stieß ich dann auf die Lebenserinnerungen des Elefantenmanns Karl Kock „Elefanten mein Leben“ (Rasch und Röhring Verlag, Hamburg, 1994). Dieser erfahrene Elefantenpfleger weigerte sich die Aktion in Südafrika zu unterstützen. So war es zumindest in der Thüringer Allgemeine zu lesen. Aus besagten Buch erfuhr ich dann eben auch erstmals etwas vom Einbrechen. Nach asiatischer Tradition wurden auch die Tiere in Südafrika eingebrochen. Nun ahnte ich was Tierrechtler der PETA in Südafrika gesehen hatten und fand sie waren im Recht dagegen Sturm zu laufen. Durch „Das Elefantenbuch“ des Schweizer Biologen Fred Kurt (Rasch und Röhring Verlag, Hamburg, 1992 leider vergriffen, aber vielleicht noch in Bibliotheken zu bekommen) wurde meine Ahnung bestätigt.

Durch die weitere Beschäftigung mit diesem Thema, erführ ich aber wieder, dass die Wahrheit immer zwischen diesen beiden Extremen liegt.

Der Inhalt dieser Seiten basiert auf Informationen aus Fachzeitschriften und der Tagespresse sowie auf eigenen Beobachtungen und Gesprächen mit Zoomitarbeitern und Tierschützern. Die Wertungen spiegeln meine Meinung wider, über die ich gerne mit Jedermann (Laie oder Fachmann) diskutiere.

Gern würde ich der Bitte aus dem Gästebuch nachkommen und die Elefantenhaltung auch von der Zooseite aus beleuchten. Leider findet man im Zoo kaum Personal, das mit einem Laien über die Problematik Elefantenhaltung diskutieren will. Ich habe Anfang 2004 per Mail beim Präsidenten des Verbandes Deutscher Zoodirektoren angeregt, eine jährlich stattfindende Tagung zur Förderung der Tiergärtnerei, in der u.a. Zoomitarbeiter aber auch Tierschützer teilnehmen, mal unter dieses Thema zu stellen. Er bestimmt zwar das Thema dieser Tagung nicht, hat es aber generell abgelehnt, dieses komplexe Thema mit Laien zu diskutieren. Wie soll man aber Probleme einfliesen lassen, die von der anderen Partei geheim gehalten werden.

Es gibt aber glücklicherweise auch Ausnahmen. Viele Fakten über den Bau der neuen Elefantenanlage im Thüringer Zoopark bekam ich in den Jahren 2011 bis 2013 nicht nur aus den Medien, sondern auf Anfrage auch direkt vom Zoodirektor Dr. Kölpin.
Daraus bitte ich nicht zu schlussfolgern, wie es der eine oder andere mir gegenüber schon getan hat, dass wir gute Freunde wären. Das ist nicht der Fall. Ich habe mich als besonders interessierter Zoobesucher mit Fragen an ihn gewandt, die über das übliche Interesse hinausgehen und er hat mir sie auch immer geantwortet. Es war aber auch mal die Antwort dabei, dass er das eine oder andere noch nicht öffentlich sagen möchte und das fand ich vollkommen in Ordnung.
Dem, der sich jetzt fragt, warum die Informationen denn unbedingt direkt vom Direktor kommen müssen, sei gesagt: Elefanten sind in den meisten Zoos Chefsache. In der Praxis bedeutet das dann, dass ein anderer Mitarbeiter nur das sagen darf, was als offiziell Besucherinformationen freigegeben ist. Handelt ein Mitarbeiter gegen diese Anweisung, könnte das für ihn dienstrechtliche Konsequenzen haben. In eine solche Situation möchte ich keinen Zoomitarbeiter bringen. Und außerdem möchte ich mir auch keine Informationen aus Zweiter Hand einholen.

Nun hat Dr. Kölpin den Thüringer Zoopark zum 31.12.2013 verlassen und die Leitung der Wilhelma in Stuttgart übernommen.
Deshalb habe ich mich nun mit einer Anfrage nach Informationen zum Stand der Bauarbeiten und zu den Plänen für die Besetzung der Anlage an die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt in der Stadtverwaltung Erfurt, Kathrin Hoyer (Bündnis 90/Die Grünen), gewandt. Sie ist ab 01.01.2014 die amtierende 1. Werkleiterin des Thüringer Zooparks.
Daraufhin erhielt ich eine Mail, mit der sich eine Dezernatsreferentin im Auftrag von Frau Hoyer bei mir für mein „großes Interesse an diesem Thema" bedankte. Weiterhin hieß es in der Mail: "Gegenwärtig werden durch die zuständigen Stellen die Todesursachen der beiden verstorbenen Elefanten untersucht. Mit Ergebnissen ist frühestens Mitte Februar zu rechnen. Wir werden Sie und die Erfurter Bevölkerung, sobald die Ergebnisse vorliegen, über die Presse und die Medien unterrichten. Darüber hinaus ist vorgesehen, über den Baufortschritt des neuen Elefantenhauses zu berichten. Bitte entschuldigen Sie, dass eine extra Führung auf der Baustelle aus arbeitssicherheits- und personellen Gründen nicht möglich sein wird."

Da es ja nun in den vergangenen drei Jahren genügend Gelegenheit gab, die Informationen, die mir durch die Medien zugänglich waren mit denen zu vergleichen, die ich direkt von Dr. Kölpin erhielt, brauche ich auf dieser Internetseite über den Neubau für die Elefanten nicht mehr viel zu schreiben. Die Informationen aus der Pressekonferenz zur Vorstellung der Planungsunterlagen im August 2011 und das, was dann in der Zeitung zu lesen oder in wenigen Minuten im mdr zu sehen war, lassen mich vermuten, dass meine zukünftigen Informationen mehr als dürftig sein werden. Würden die Medien aber mehr Informationen weitergehen, gäbe es wahrscheinlich nicht wenige Leser oder Zuschauer, die sich gegen diese zoolastigen Inhalte aussprechen würden. Als allgemeine Information für Personen, die sich nur einen Überblick verschaffen wollen, sind die Meldungen der Medien vollkommen ausreichend. Ich würde aber gerne mehr oder zumindest die Informationen erhalten, die auch die Presse bekommt. Das wäre weder ein zusätzlicher personellen Aufwand noch würde es gegen Regelung zur Arbeitssicherheit verstoßen.

Und was die Sicherheit betrifft, habe ich mich bei der Besichtigung der Baustelle im November 2012 geweigert, über den gefühlte 30 cm aus dem Boden herausragenden Bewährungsstahl zu steigen. Ich fand es eigentlich zu gefährlich. Ich wurde aber ermuntert, es doch zu tun und tat es dann auch. Beim zweiten Besuch auf der Baustelle war das Gelände zumindest dort, wo ich war, durchaus begehbar und das wird auch weiterhin so sein. Die Besichtigung fand auch nicht während der Arbeitszeit statt und es war mir auch nicht erlaubt, in jede Ecke zu kriechen, was ich auch von mir aus nicht getan hätte.
Außerdem frage ich mich, wieso das Richtfest dann im Elefantenhaus stattfand, wenn das Betreten des Gebäudes aus Gründen der Arbeitssicherheit nicht möglich ist. Außerdem sehe ich immer wieder Personen, die keine Zoomitarbeiter sind und trotzdem Bereiche betreten dürfen, wo Besucher eigentlich keinen Zutritt haben. Auch ich habe sowohl während offizieller Führungen in Erfurt aber auch als Teilnehmer an Tagungen in anderen Zoos in einigen Elefantenanlagen solche Bereiche betreten. Es versteht sich von selbst, das hier Vorsicht geboten und die Hinweise für Zoomitarbeiter unbedingt Folge zu leisten ist.

Als Mitglied des Fördervereins des Thüringer Zooparkes bin ich eigentlich auch nicht an zusätzliche Informationen gekommen. Für den Verein der Zooparkfreunde wurde zwar im November 2012 die bereits erwähnte Baustellenführung angeboten. Ich habe mich noch am selben Tag per eMail dafür angemeldet, an dem die Einladung bei mir einging. Mir wurde dann mitgeteilt, dass die Führung schon seit dem Tag vor dem Eingang der Einladung ausgebucht sei und ich mich doch bis nur nächsten Führung gedulden solle. Eine nächste Führung hat es nie gegeben.
Auf Anfrage hat mir Dr. Kölpin dann aber doch die Teilnahme an der Führung ermöglicht. Das wird wohl zukünftig auch nicht mehr möglich sein.

Nun frage ich mich, was man eigentlich tun muss, um zusätzliche Informationen zu erhalten? Neben dem Zoo interessiert mich auch für die Oper. In diesem Zusammenhang hatte ich einmal eine Frage an die Oper Hannover. Das Ergebnis war, das man mir per eMail die Presseinformationen zugesendet hat, in der die Frage beantwortet wurde. Ein erheblicher zusätzlicher Arbeitsaufwand würde auch im Thüringer Zoopark hier nicht anfallen. Man tut es aber trotzdem nicht.

Gerne hätte ich offiziell an dem Pressetermin beim Abtransport von Csami und Seronga (Beginn 7.00 Uhr) und noch lieber bei dem zur Ankunft von Akila und Chupa teilgenommen. Leider wurde mir das nicht ermöglicht. Man konnte meine Anwesenheit ab 9.00 Uhr jedoch nicht verhindern. So habe ich mich nach der offiziellen Öffnung des Zoos unter die Journalisten gemischt, die mir dann dort angebotenen Informationen aber dankend abgelehnt. Man hat ja eben auch seinen Stolz. Solche Heucheleien lasse ich nicht zu. Bei der Ankunft von Akila und Chupa konnte ich dann leider nicht teilnehmen, weil ich mich nicht mehrere Tage im Zoo auf die Lauer legen wollte.

Es war also auch unter der Leitung von Dr. Kölpin nicht alles nach meiner Zufriedenheit, aber ich muss sagen, dass er in Sachen Zusatzinformationen an besonders interessierte Zoobesucher doch (zumindest was mich betrifft) mit Abstand der beste war. Das, was mir die Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt Kathrin Hoyer (Bündnis 90/Die Grünen) angeboten hat, geht überhaupt nicht. Besonders von einem Mitglied der Grünen, die sich ja noch vor Jahren ohne politische Ämter als Interessenvertreter einer Minderheit gegen die Mehrheit durchsetzen mussten, hätte ich so etwas nicht für möglich gehalten.

Man könnte meinen, dass Zoos dem besonders interessierten Besucher, der das Gehörte dann auch noch kritisch wertet, bewusst Informationen vorenthalten wollen. Sie meinen Wohl, sich damit schützen zu können. Aber was ändert sich, wenn ich die Information über die geplante Besetzung der Anlage erst mit Ankunft der Tiere erhalte? Meistens erhalte ich sie trotzdem schon im Vorfeld aber eben aus einer anderen Quelle. Wäre es nicht besser, wenn man als Zoofreund die Information von Zoo selber erhält und dazu auch noch erläuternde Zusatzinformationen, die dem Freund helfen, den Zoo besser zu verstehen.

Soll ich als Zoofreund denn die Zoofeinde nach Informationen fragen? Wie soll ich Ihnen gegenüber argumentiere, wenn sie besser informiert sind als ich selber? Soll ich verlegen schweigen oder es abstreiten und mich blamieren. Verteidigen kann ich den Zoo so auf keinen Fall. Ich denke hier z. B. an die direkten Informationen, die ich aus dem Zoo zur Tuli-Elefantenaffäre erhielt. Man sagte mir damals, dass von den Tierrechtler alles nur veranstaltet wird, um den Spendenbetrieb zu Weihnachten anzukurbeln. Ich habe gut daran getan, das nicht zu glauben. Und ich habe schon damals Filmaufnahmen und Fotos aus dem Camp gesehen, wo Csami und Seronga „auf das Leben im Zoo vorbereitet wurden“. Vor wenigen Monaten sah ich Teile dieser Aufnahmen noch einmal. Auf die Frage, warum diese denn erst nach 15 Jahren öffentlich gezeigt werden, kam als Antwort, dass die Person die Aufnahmen in Anbetracht ihres hohen Alters der Öffentlichkeit zeigen wollte. Dies Antwort hat mich micht nur sehr gerührt, sie hat mir auch sehr zu denken gegeben. Man zwingt Menschen über das alltägliche Vorgehen und Erleben, das wahrscheinlich auch für sie nur schwer zu ertragen ist, zu schweigen. Man meint, dass man dies selbst Freunde nicht zeigen kann, weil die Freunde das nicht verstehen? Damit lässt man zu, das sich die Freunde im Gespräch mit dem Gegner blamieren und als ahnungslose Kuscheltierromantiker outen? Dabei vergießt man aber total, dass ein so verhöhnter Freund vielleicht noch kritischer wird. Und dem, der nur Menschen, die ihm nicht widersprechen, für Freunde hält, sei gesagt: Seit wann sind einem Freunde egal?

So ist die Realität. Also beurteile ich das, was ich sehe.

Ellen Drobe aus Erfurt

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